Adhäsionsverfahren

Schadensersatz oder Schmerzensgeld werden normalerweise auf dem Zivilrechtsweg, sprich vor den Zivilgerichten geltend gemacht. Das Adhäsionsverfahren bietet dem Verletzten einer Straftat die Möglichkeit, vermögensrechtliche Ansprüche direkt im Strafverfahren geltend zu machen und nicht noch eine gesonderte Klage vor dem Zivilgericht erheben zu müssen. 

 

Wie sinnvoll es ist, einen solchen Antrag zu stellen, muss von Fall zu Fall beurteilt werden. Wenngleich es das Recht des Verletzten ist, einen solchen Antrag zu stellen, nutzt die Verteidigung - wenn der Angeklagte nicht geständig ist - das Begehren des Verletzten in solchen Fällen gerne, um dem Opfer ein Motiv für eine mögliche Falschbelastung zu unterstellen.

 

Andererseits kann ein vermögensrechtlicher Ausgleich im Strafverfahren auch dem Angeklagten ggf. zu Gute kommen. Zeigt sich dieser geständig, werden auch von Seiten des Angeklagten und der Verteidigung mitunter Geldzahlungen zum Zwecke der Schadenswiedergutmachung angeboten. Die Schadenswiedergutmachung wirkt sich für den Angeklagten strafmildernd aus. Nicht selten kann ein sog. Täter-Opfer-Ausgleich, auf den sich das Opfer natürlich nicht einlassen muss, über die Frage einer Freiheitsstrafe mit oder ohne Bewährung entscheiden.  

 

Der Vorteil eines Adhäsionsverfahrens liegt insbesondere in der besseren Beweissituation. Der Adhäsionskläger im Strafverfahren ist selber Zeuge und damit Beweismittel. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es neben dem Verletzten keine weiteren Zeugen gibt. Im Zivilverfahren müsste der Verletzte als Kläger auf andere Beweismittel zurückgreifen, die ihm jedoch mangels weiterer Zeugen vielleicht gar nicht zur Verfügung stünden. Außerdem gilt im Strafverfahren - im Gegensatz zum Zivilprozess - der Amtsermittlungsgrundsatz, dh. das Gericht muss schon von sich heraus ermitteln, ohne dass der Kläger alle Beweise beibringen müsste.

 

Prozesskostenhilfe

 

Dem Adhäsionskläger kann Prozesskostenhilfe nach den selben Vorschriften wie in zivilrechtlichen Verfahren bewilligt werden.

 

Ob Sie Anspruch auf Prozesskostenhilfe haben, hängt daher maßgeblich von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen und davon ab, ob Ihre (Adhäsions-)Klage erfolgsversprechend erscheint.

Rechtsanwältin Schuster vertritt Mandanten im gesamten Ruhrgebiet, insbesondere in den Städten Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hattingen, Oberhausen,

aber auch darüber hinaus, zB. in den Städten Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster u.a.



 

LINA ANNA SCHUSTER

Rechtsanwältin.

Fachanwältin für Strafrecht

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© Lina Anna Schuster Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht