Nebenklage

Jedem Opfer einer Straftat kommt zunächst immer die Funktion eines Zeugen zu. Darüber hinaus sieht der Gesetzgeber für Opfer bestimmter Straftaten (z.B Körperverletzungsdelikte, Tötungsdelikte, Sexualdelikte) die Möglichkeit vor, sich der Anklage der Staatsanwaltschaft als sog. Nebenkläger anzuschließen. 

 

Die gleiche Befugnis steht z.B auch Personen zu, deren Kinder, Eltern, Geschwister, Ehegatten oder Lebenspartner durch eine rechtswidrige Tat getötet wurden. 

 

Das Institut der Nebenklage gibt dem Opfer einer Straftat die Möglichkeit, sich aktiv am Strafverfahren zu beteiligen. Der Nebenkläger hat daher eine ganze Menge Rechte, die dem Zeugen, der in erster Linie als Beweismittel im Strafverfahren fungiert, nicht zustehen. 

 

 

Akteneinsichtsrecht

 

Das zur Nebenklage berechtigte Opfer hat bereits im Ermittlungsverfahren die Möglichkeit über seinen anwaltlichen Beistand!!! Akteneinsicht zu nehmen. Nur die vollständige Akteneinsicht ermöglicht es dem Anwalt, den Mandanten umfassend in alle Richtungen zu beraten, eine umfassende Beweiswürdigung vorzunehmen und sich auf die Hauptverhandlung bestmöglich vorzubereiten. 

 

 

Anwesenheitsrecht

 

Der Nebenkläger hat bestimmte Anwesenheitsrechte, insbesondere während der gesamten Hauptverhandlung. Das bedeutet auch, dass der Nebenkläger - anders als der einfache Zeuge - während der Vernehmung des Angeklagten zugegen ist. Hierbei handelt es sich nicht um eine Pflicht, sondern um ein Recht des Nebenklägers, von dem er Gebrauch machen kann, aber nicht muss.

 

Einige Opfer haben Angst davor, im Rahmen der Hauptverhandlung ihrem Peiniger mehr als nötig begegnen zu müssen. Dennoch kann ich in den meißten Fällen nur dazu raten, von dem Anwesenheitsrecht Gebrauch zu machen. Die direkte Konfrontation mit dem Angeklagten kann in vielen Fällen einen großen Schritt zur Aufarbeitung des Erlebten, und damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung bedeuten. 

 

Insbesondere in den Fällen einer geständigen Einlassung des Angeklagten wird oftmals deutlich, dass eine ernst gemeinte - von Reue getragene Entschuldigung - für das Opfer, insbesondere wenn es zu dem Täter ehemalst in enger Verbundenheit stand, von extremer Bedeutung sein kann, und somit unabdingbare Voraussetzung dafür, das Erlebte in Zukunft besser verarbeiten zu können.

 

In manchen Fällen geht es den Opfern schlicht darum, persönlich zu sehen, dass sich der Täter für sein Handeln veratworten muss. Welche Motivation im Einzelfall auch vorherrschend sein mag, nur wer von seinem Anwesenheitsrecht umfänglich Gebraucht macht, bekommt auch das Gefühl vermittelt, aktiv am Verfahren teilzunehmen....und eben hierin liegt nicht zuletzt der eigentliche Gedanke der Nebenklage, der - auch psychologisch - nicht zu unterschätzen ist.

 

 

Anwaltlicher Beistand

 

Natürlich haben Sie als Opfer einer Straftat auch die Möglichkeit, sich im Rahmen der Nebenklage eines anwaltlichen Beistands zu bedienen. In einigen Fällen ist Ihnen auch ein Opferanwalt auf Staatskosten beizuordnen, den sie nicht selber bezahlen müssen. Ferner besteht auch die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen. 

 

Ob ein solcher Fall bei Ihnen vorliegen könnte, kläre ich gerne mit Ihnen im persönlichen Gespräch.

 

Bei der Wahl Ihres Beistandes sollten Sie darauf achten, dass Sie sich einen im Strafrecht erfahrenen Rechtsanwalt an die Seite holen. Der auch als Strafverteidiger tätige Rechtsanwalt kann am ehesten die Vorgehensweise der Verteidigung einschätzen und Sie auf die bevorstehende Hauptverhandlung vorbereiten. Dies sorgt für die nötige Waffengleichheit.

Sind Sie Opfer einer Straftat geworden? Haben Sie bereits Strafanzeige erstattet, oder spielen Sie mit diesem Gedanken?

 

Kontaktieren Sie mich und klären Sie mit mir das weitere Vorgehen in einem persönlichen Gespräch.

Rechtsanwältin Schuster vertritt Mandanten im gesamten Ruhrgebiet, insbesondere in den Städten Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hattingen, Oberhausen,

aber auch darüber hinaus, zB. in den Städten Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster u.a.



 

LINA ANNA SCHUSTER

Rechtsanwältin.

Fachanwältin für Strafrecht

Hufelandstraße 1, 45147 Essen

 

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© Lina Anna Schuster Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht