Berufung & Revision

Richter haben die unangenehme und schwierige Aufgabe, sich oftmals in sehr kurzer Zeit ein Bild von dem vermeintlichen Tathergang machen zu müssen. Seine Überzeugung von der Schuld oder Unschuld des Angeklagten schöpft der Richter aus dem Inbegriff der Hauptverhandlung. Er hört den Angeklagten, hört die Zeugen und muss letztlich eine Entscheidung treffen – eine Entscheidung, die für den Angeklagten eklatante Folgen haben kann.

 

Wenn man bedenkt, dass Richter auch nur Menschen sind, bedeutet dies zwangsläufig, dass es mitunter auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Der Angeklagte muss diese Urteile, von denen er meint, sie seien fehlerhaft zu seinen Ungunsten entschieden worden, nicht in jedem Fall hinnehmen. Die Strafprozessordnung hält Rechtsmittel – namentlich Berufung und Revision – bereit, um Urteile nochmals auf ihre Richtigkeit hin überprüfen zu lassen, bzw. um eine Verhandlung neu durchzuführen.

 

Die Berufung ist statthaft gegen Urteile des Strafrichters und des Schöffengerichts (Amtsgericht). Gegen Urteile der (großen) Strafkammern des Landgerichts ist dagegen nur der Weg über die Revision eröffnet.

 

Die Berufung stellt eine sog. weitere Tatsacheninstanz dar. Das bedeutet letztlich nichts anderes, als dass die gesamte Verhandlung nochmals durchgeführt wird und zwar in der nächsthöheren Instanz. Das Berufungsgericht (Landgericht) überprüft daher nicht das erstinstanzliche Urteil auf Fehler, sondern untersucht das gesamte Tatgeschehen in rechtlicher und tatsächlicher
Hinsicht selber und entscheidet dann nach seiner eigenen Überzeugung.

 

Die Revision ermöglicht hingegen nur eine Überprüfung des Urteils auf Rechtsfehler. Sie stellt keine neue Tatsacheninstanz dar. Geprüft wird nur, ob Verfahrensfehler vorlagen, oder der Richter das (materielle) Recht richtig angewendet hat, bspw. ob der dem Angeklagten zur Last gelegte Sachverhalt tatsächlich den Tatbestand eines Raubes erfüllt. Die Revision ist statthaft gegen erstinstanzliche Urteile des der Strafkammer, des Schwurgerichts, erstinstanzliche Urteile des OLG sowie gegen Urteile des Amtsgerichts (Sprungrevision).

 

Da sowohl die Berufung als auch die Revision an die Einhaltung besonderer Fristen geknüpft ist, empfiehlt es sich, unmittelbar nach dem Urteil einen Verteidiger hinzuzuziehen um mit diesem die Erfolgsaussichten der Einlegung eines Rechtsmittels zu besprechen.

 

Die Revisionsbegründung kann seitens des Angeklagten nur zu Protokoll der Geschäftsstelle oder in einer von dem Verteidiger oder einem Rechtsanwalt unterzeichneten Schrift abgegeben
werden.

 

Haben Sie bereits Rechtsmittel eingelegt oder spielen Sie mit dem Gedanken dies zu tun, wenden Sie sich an mich und besprechen Sie mit mir das weitere Vorgehen.

 

 

 Rechtsanwältin und Strafverteidigerin Lina Anna Schuster vertritt Sie u.a. bei:

 

  • Vermögensdelikten (zB. Betrug, Computerbetrug, Erpressung, Räuberische Erpressung, Versicherungsmissbrauch, Erschleichen von Leistungen)
  • Eigentumsdelikten (zB. Diebstahl, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl, Räuberischer Diebstahl, Raub, Unterschlagung)
  • Urkundendelikten (zB. Urkundenfälschung, Urkundenunterdrückung)
  • Brandstiftungsdelikten (zB Brandstiftung, Schwere Brandstiftung)
  • Körperverletzungsdelikten (zB. Körperverletzung, Fahrlässige Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Schwere Körperverletzung)
  • Tötungsdelikten (zB. Mord, Totschlag, Fahrlässige Tötung, Körperverlezung mit Todesfolge)
  • Sexualdelikten (zB. Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Sexueller Missbrauch)
  • Drogendelikten (Verstöße gegen das BtmG)
  • Straßenverkehrsdelikten (z.B Straßeverkehrsgefährdung, Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr)
  • Aussagedelikten (zB Falsche uneidliche Aussage, Meineid)
  • Amtsdelikten (zB. Körperverleztung im Amt, Strafvereitelung im Amt)
  • Beleidigungsdelikten (z.B. Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung)

 

In Fällen der notwendigen Verteidigung werde ich auch als Pflichtverteidigerin für Sie tätig.

 

Sollten Sie selber Opfer einer Straftat geworden sein, vertrete ich Sie gerne im Rahmen der Nebenklage.

Als Strafverteidigerin und Pflichtverteidigerin für Sie tätig im gesamten Ruhrgebiet, insbesondere in den Städten Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hattingen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, aber auch darüber hinaus, zB. in den Städten Bonn, Düsseldorf, Kleve, Köln, Münster, Wuppertal u.a.

 

LINA ANNA SCHUSTER

Rechtsanwältin.

Fachanwältin für Strafrecht

Hufelandstraße 1, 45147 Essen

 

Bürozeiten

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© Lina Anna Schuster Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht