Diebstahl, § 242 StGB

 

Wann mache ich mich wegen Diebstahls strafbar?

 

Ein Diebstahl setzt zunächst voraus, dass der Täter eine fremde bewegliche Sache wegnimmt.

Sachen sind alle körperlichen Gegenstände (auch Tiere werden als Sachen behandelt). Beweglich ist die Sache, wenn sie tatsächlich fortgeschafft werden kann.

 

Für den Täter muss die Sache fremd sein. Sie darf also weder im Alleineigentum des Täters stehen, noch herrenlos sein (also niemandem gehören). Das bedeutet, dass sich wegen Diebstahls auch strafbar machen kann, wer eine Sache wegnimmt, an der er Miteigentum hat.

 

Die Wegnahme ist der Bruch fremden und die Begründung neuen – nicht notwendig tätereigenen – Gewahrsams. Unter Gewahrsam versteht man eine vom Herrschaftswillen getragene tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache. Sie ähnelt einem Besitzverhältnis. Wann eine Person die Sachherrschaft über eine Sache ausübt, ist stets anhand des Einzelfalles und der sog. Verkehrsauffassung zu beurteilen.

 

Der Bruch fremden und die Begründung neuen Gewahrsams liegt bei kleineren Gegenständen schon dann vor, wenn der Täter die Sache an sich nimmt und in seiner Kleidung versteckt. So verhält es sich regelmäßig bei Ladendiebstählen. Der Diebstahl ist daher sofort mit dem Einstecken der Ware vollendet und nicht erst, wenn der Täter mit dem Diebesgut den Laden verlässt.

Deshalb kann auch das Alarmsignal am Ausgang den Diebstahl regelmäßig nur noch aufdecken, aber nicht mehr verhindern…

 

Subjektiv muss der Täter – neben dem Vorsatz bezgl. der Wegnahme einer fremden beweglichen Sache – in der Absicht handeln, sich selber oder auch einem Dritten die Sache rechtswidrig zuzueignen. Er muss Aneignungsabsicht und Enteignungswillen haben. Das bedeutet, er muss die Sache (absichtlich) zumindest vorübergehend seinem eigenen Vermögen oder dem eines Dritten einverleiben und muss den bedingten Vorsatz haben, dass der eigentliche Eigentümer die Sache nicht wieder bekommen wird. Die Zueignung muss auch rechtswidrig sein, der Täter darf also keinen fälligen und einredefreien Anspruch auf die Sache haben. Auch im Hinblick darauf muss er vorsätzlich handeln.

 

Wie werde ich für einen Diebstahl bestraft?

 

Der Strafrahmen des Diebstahls beträgt Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Die genaue Bestrafung des Täters hängt – wie immer – vom Einzelfall ab. Zu berücksichtigen sind insbesondere (einschlägige) Vorstrafen und die Höhe des entstanden Schadens.

 

In besonders schweren Fällen (§ 243 StGB) wird der Diebstahl mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu 10 Jahren bestraft.

 

§ 243 nennt sieben Alternativen bei denen in der Regel von dem Vorliegen eines besonders schweren Falles auszugehen ist. Beispielhaft genannt sei Nr. 1, wenn der Täter zur Ausführung der Tat in ein Gebäude, einen Dienst- oder Geschäftsraum oder in einen anderen umschlossenen Raum einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsgemäßen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in dem Raum verborgen hält.

 

Beachte: Ein Schlüssel kann auch dann „falsch“ im Sinne der Vorschrift sein, wenn er entwidmet ist. Dies kann zum Beispiel schon dann der Fall sein, wenn der Berechtigte den Verlust des Schlüssels bemerkt und beabsichtigt, die Schlösser auszutauschen. Dann ist der Schlüssel nicht mehr zur ordnungsgemäßen Öffnung bestimmt und daher falsch.

 

Oder Nr. 2 – eine Sache stielt, die durch ein verschlossenes Behältnis oder eine andere Schutzvorrichtung gegen Wegnahme besonders gesichert ist.

 

Der Diebstahl mit Waffen; Bandendiebstahl; Wohnungseinbruchsdiebstahl gem. § 244 StGB wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

 

Wird Ihnen ein Diebstahl zur Last gelegt, kontaktieren Sie mich und besprechen Sie mit mir das weitere Vorgehen.

Als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin vertrete ich Sie u.a. bei:

 

  • Vermögensdelikten (zB. Betrug, Computerbetrug, Erpressung, Räuberische Erpressung, Versicherungsmissbrauch, Erschleichen von Leistungen)
  • Eigentumsdelikten (zB. Diebstahl, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl, Räuberischer Diebstahl, Raub, Unterschlagung)
  • Urkundendelikten (zB. Urkundenfälschung, Urkundenunterdrückung)
  • Brandstiftungsdelikten (zB Brandstiftung, Schwere Brandstiftung)
  • Körperverletzungsdelikten (zB. Körperverletzung, Fahrlässige Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Schwere Körperverletzung)
  • Tötungsdelikten (zB. Mord, Totschlag, Fahrlässige Tötung, Körperverlezung mit Todesfolge)
  • Sexualdelikten (zB. Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Sexueller Missbrauch)
  • Drogendelikten (Verstöße gegen das BtmG)
  • Straßenverkehrsdelikten (z.B Straßeverkehrsgefährdung, Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr)
  • Aussagedelikten (zB Falsche uneidliche Aussage, Meineid)
  • Amtsdelikten (zB. Körperverleztung im Amt, Strafvereitelung im Amt)
  • Beleidigungsdelikten (z.B. Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung)

 

In Fällen der notwendigen Verteidigung werde ich auch als Pflichtverteidigerin für Sie tätig.

 

Sollten Sie selber Opfer einer Straftat geworden sein, vertrete ich Sie gerne im Rahmen der Nebenklage.

Als Strafverteidigerin und Pflichtverteidigerin für Sie tätig im gesamten Ruhrgebiet, insbesondere in den Städten Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hattingen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, aber auch darüber hinaus, zB. in den Städten Bonn, Düsseldorf, Kleve, Köln, Münster, Wuppertal u.a.

 

LINA ANNA SCHUSTER

Rechtsanwältin.

Fachanwältin für Strafrecht

Hufelandstraße 1, 45147 Essen

 

Bürozeiten

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© Lina Anna Schuster Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht