Sexualdelikte

Die Verteidigung im Bereich der Sexualdelikte zählt sicher zu den grenzwertigsten und sensibelsten Bereichen der strafrechtlichen Tätigkeit. Ein Grund dafür mag sein, dass Sexualdelikte – neben Tötungsdelikten – die größte öffentliche Aufmerksamkeit für sich in Anspruch nehmen. In den Augen der Öffentlichkeit steht der – vermeintliche – Sexualstraftäter auf einer Stufe mit Mördern und Totschlägern. Einmal mit dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs oder der Vergewaltigung konfrontiert, ist es für den Betroffenen meist schwer, in seinem öffentlichen Umfeld wieder Fuß zu fassen.

 

Mag sich der Vorwurf auch als unberechtigt herausstellen, bleibt der Verdacht einer Sexualstraftat – anders als in den übrigen Bereichen – oft im Hinterkopf von Angehörigen, Partnern, Nachbarn oder Arbeitskollegen, soweit diese – was häufig der Fall ist – von den Vorwürfen Kenntnis erlangt haben. Die Vorverurteilung und Stigmatisierung ist in diesem Bereich ungleich höher als im Zusammenhang mit anderen Straftaten. In diesem Zusammenhang sind auch prominente Beispiele bekannt. Trotz rechtskräftigen Freispruchs wird sich ein Großteil der Öffentlichkeit nach wie vor fragen, ob an den Vorwürfen nicht doch ein Funken Wahrheit gewesen sein könnte.

 

Gerade im Bereich der Sexualdelikte wird es häufig zu Situationen kommen, in denen es – neben dem vermeintlichen Opfern – keine weiteren Zeugen gibt, die Angaben zum tatsächlichen Geschehen machen können. Nicht zuletzt aus diesem Grund warne ich als Strafverteidigerin immer wieder davor, als Außenstehender eine vorschnelle Beurteilung bzw. eine Vorverurteilung entsprechender Personen vorzunehmen. Bevor man den Betroffenen vorschnell an den „Pranger stellt“, sollte man sich – insbesondere als Mann – immer vor Augen halten, dass nichts einfacher ist, als jemanden unberechtigt einer Vergewaltigung oder eines sexuellen Missbrauchs zu bezichtigen. Dies kann jedem und zu jeder Zeit passieren. Die Motivationen für eine unbegründete Anschuldigung können vielfältig, teilweise völlig banal sein. Ist der Betroffene erst einmal mit dem Vorwurf konfrontiert, ist es gar nicht so leicht, sich hiervon wieder „reinzuwaschen“.

 

Sollten Sie sich also dem Vorwurf einer Sexualstraftat ausgesetzt sehen, wenden Sie sich schnellstmöglich an einen Strafverteidiger, kämpfen Sie nicht allein gegen einen vielleicht völlig haltlosen Vorwurf. Im Falle einer Verurteilung droht Ihnen eine hohe Haftstrafe.

 

Ihr Verteidiger wird die Akten einsehen und insbesondere die Aussage des meist einzigen Belastungszeugen auf aussagepsychologische Defizite untersuchen und ggf. die Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens beantragen.

 

Ob an den Vorwürfen tatsächlich etwas dran ist, wird sich erst im Laufe des Verfahrens klären können. Als Verteidigerin ist es meine Aufgabe auf bestehende Beweisschwierigkeiten hinzuweisen und auf eine Einstellung des Verfahrens bereits im Ermittlungsverfahren hinzuwirken.

 

Zu den Sexualdelikten gehören u.a.:

  • Sexuelle Nötigung, § 177 Abs. 1 StGB
  • Vergewaltigung, § 177 Abs. 2 Nr. 1 StGB
  • Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen, § 179 StGB
  • Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen, § 174 StGB
  • Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung, § 174b StGB
  • Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-,Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses, § 174c StGB
  • Sexueller Missbrauch von Kindern, § 176 StGB
  • Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, § 176a StGB
  • Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger, 180 StGB
  • Sexueller Missbrauch von Jugendlichen, § 182 StGB
  • Exhibitionistische Handlungen, § 183 StGB

Rufen Sie mich an, besprechen Sie mit mir das weitere Vorgehen und schweigen Sie bis dahin zu den Vorwürfen.



Als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin vertrete ich Sie u.a. bei:

 

  • Vermögensdelikten (zB. Betrug, Computerbetrug, Erpressung, Räuberische Erpressung, Versicherungsmissbrauch, Erschleichen von Leistungen)
  • Eigentumsdelikten (zB. Diebstahl, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl, Räuberischer Diebstahl, Raub, Unterschlagung)
  • Urkundendelikten (zB. Urkundenfälschung, Urkundenunterdrückung)
  • Brandstiftungsdelikten (zB Brandstiftung, Schwere Brandstiftung)
  • Körperverletzungsdelikten (zB. Körperverletzung, Fahrlässige Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Schwere Körperverletzung)
  • Tötungsdelikten (zB. Mord, Totschlag, Fahrlässige Tötung, Körperverlezung mit Todesfolge)
  • Sexualdelikten (zB. Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Sexueller Missbrauch)
  • Drogendelikten (Verstöße gegen das BtmG)
  • Straßenverkehrsdelikten (z.B Straßeverkehrsgefährdung, Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr)
  • Aussagedelikten (zB Falsche uneidliche Aussage, Meineid)
  • Amtsdelikten (zB. Körperverleztung im Amt, Strafvereitelung im Amt)
  • Beleidigungsdelikten (z.B. Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung)

 

In Fällen der notwendigen Verteidigung werde ich auch als Pflichtverteidigerin für Sie tätig.

 

Sollten Sie selber Opfer einer Straftat geworden sein, vertrete ich Sie gerne im Rahmen der Nebenklage.

Als Strafverteidigerin und Pflichtverteidigerin für Sie tätig im gesamten Ruhrgebiet, insbesondere in den Städten Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hattingen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, aber auch darüber hinaus, zB. in den Städten Bonn, Düsseldorf, Kleve, Köln, Münster, Wuppertal u.a.

 

LINA ANNA SCHUSTER

Rechtsanwältin.

Fachanwältin für Strafrecht

Hufelandstraße 1, 45147 Essen

 

Bürozeiten

Mo-Do. 10:00 Uhr bis 13.00 Uhr und

14:00 Uhr bis 17.00 Uhr

Fr. 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

 

T  0201 / 55 87 43 44

0201 / 55 87 43 45

M 0176 / 64 97 75 02

E info@rain-linaschuster.de

 

 

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© Lina Anna Schuster Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht