Straßenverkehrsdelikte

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, läuft immer auch Gefahr, in ein Straßenverkehrsdelikt verwickelt zu werden. In kaum einem anderen strafrechtlichen Bereich hat die Justiz es daher so oft mit Tätern zu tun, die in Ihrem bisherigen Leben noch niemals strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.

 

In diesem Bereich kann es letztlich jeden treffen!

 

Zu den Straßenverkehrsdelikten gehören:

  • § 315b StGB: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
  • § 315c StGB: Gefährdung des Straßenverkehrs
  • § 316 StGB: Trunkenheit im Verkehr
  • § 142 StGB: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • § 323a StGB: Vollrausch
  • § 323c StGB: Unterlassene Hilfeleistung

Auch der Vorwurf einer – fahrlässigen – Körperverletzung, § 229 StGB taucht vielfach im Zusammenhang mit der Verwirklichung von Straßenverkehrsdelikten auf.

 

Neben der eigentlichen Bestrafung droht in vielen Fällen die Entziehung der Fahrerlaubnis, die von den Betroffenen als besonders hart empfunden wird.

 

Sollten Sie mit dem Vorwurf eines Straßenverkehrsdeliktes konfrontiert werden, wenden Sie sich schnellstmöglich an einen Verteidiger.

 

Kontaktieren sie mich zu diesem Zwecke und besprechen Sie mit mir die Möglichkeiten und das weitere Vorgehen.



Trunkenheit im Verkehr - § 316 StGB

 

Besonders häufig kommt es zu Verstößen im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer. Oft zeigt sich, dass der Betroffene die Menge des zu sich genommenen Alkohols und die damit verbundene BAK unterschätzt, seine Fahrtüchtigkeit demgegenüber jedoch überschätzt.

 

„Ach, die zwei Bierchen!“ können eben doch zu viel gewesen sein, um sich noch hinters Steuer setzen zu können.

 

Dann kann der Abend noch so gelungen gewesen sein, die möglichen Konsequenzen können für den Betroffenen schwerwiegend sein. Eine Strafbarkeit nach § 316 StGB kommt schon dann in Betracht, wenn keine konkrete Gefährdung von Personen oder Sachen eingetreten ist.

 

§ 316 Trunkenheit im Verkehr

(1)Wer im verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in  315a oder 315c mit Strafe bedroht ist.

(2)Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die tat fahrlässig begeht.

(1)   

Ab wann ist man absolut fahruntüchtig?

Die Rechtsprechung geht davon aus, dass eine absolute Fahruntüchtigkeit ab einer BAK von 1,1 Promille gegeben ist. Bei einer BAK ab 1,1 Promille wird eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit daher unwiderleglich vermutet. Bei Radfahrern liegt die Grenze für die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille.

 

Was bedeutet relative Fahruntüchtigkeit?

Von relativer Fahruntüchtigkeit spricht man bei einer BAK zwischen 0,3 und 1,1 Promille, wenn zur Alkoholisierung noch alkoholbedingte Ausfallerscheinungen hinzutreten. Die Alkoholisierung allein reicht daher noch nicht aus, um ein strafbares Verhalten annehmen zu können. Typische alkoholbedingte Ausfallerscheinungen sind Torkeln, Sprachschwierigkeiten, Fahren von Schlangenlinien u.s.w.

 

Die Feststellung solcher Ausfallerscheinungen ist insbesondere im Zusammenhang mit dem Verdacht von Fahruntüchtigkeit durch Drogenkonsum von Bedeutung. Anders als bei dem Konsum von Alkohol existieren hier besondere Grenzwerte wie bei der BAK gerade nicht.

 

Fahrzeuge im Sinne der Vorschrift sind nicht nur KFZ sondern auch alle anderen Fahrzeuge, die der Beförderung dienen und am Straßenverkehr teilnehmen, so z.B. auch Mopeds, Fahrräder oder Rollstühle)

 

Zum Führen eines Fahrzeuges ist erforderlich, dass die Räder in Bewegung sind.

 

Im Verkehr bedeutet Führen auf einer öffentlichen Verkehrsfläche. Dazu gehören zB. auch Parkplätze öffentlicher Gebäude oder Gaststätten.

 

Welche Konsequenzen erwarten mich, wenn ich mich wegen Trunkenheit im Verkehr strafbar gemacht habe?

 

Neben der eigentlichen Strafe (Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe) muss der Betroffene mit weiteren, führ ihn meist weitaus belastenderen Maßnahmen rechnen. Insbesondere droht die Entziehung der Fahrerlaubnis.

 

Wenden Sie sich daher möglichst früh an einen Verteidiger. Je nach Einzelfall (vor allem Höhe der BAK) ist auch eine Einstellung des Verfahrens nicht völlig aussichtslos.

 

Kontaktieren Sie mich zu diesem Zwecke und besprechen Sie mit mir das weitere Vorgehen.

 



Weiterführende Links:

 

www.fahrerflucht.org

 

Rechtsanwältin und Strafverteidigerin Lina Anna Schuster vertritt Sie u.a. bei:

 

  • Vermögensdelikten (zB. Betrug, Computerbetrug, Erpressung, Räuberische Erpressung, Versicherungsmissbrauch, Erschleichen von Leistungen)
  • Eigentumsdelikten (zB. Diebstahl, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl, Räuberischer Diebstahl, Raub, Unterschlagung)
  • Urkundendelikten (zB. Urkundenfälschung, Urkundenunterdrückung)
  • Brandstiftungsdelikten (zB Brandstiftung, Schwere Brandstiftung)
  • Körperverletzungsdelikten (zB. Körperverletzung, Fahrlässige Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Schwere Körperverletzung)
  • Tötungsdelikten (zB. Mord, Totschlag, Fahrlässige Tötung, Körperverlezung mit Todesfolge)
  • Sexualdelikten (zB. Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Sexueller Missbrauch)
  • Drogendelikten (Verstöße gegen das BtmG)
  • Straßenverkehrsdelikten (z.B Straßeverkehrsgefährdung, Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr)
  • Aussagedelikten (zB Falsche uneidliche Aussage, Meineid)
  • Amtsdelikten (zB. Körperverleztung im Amt, Strafvereitelung im Amt)
  • Beleidigungsdelikten (z.B. Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung)

 

In Fällen der notwendigen Verteidigung werde ich auch als Pflichtverteidigerin für Sie tätig.

 

Sollten Sie selber Opfer einer Straftat geworden sein, vertrete ich Sie gerne im Rahmen der Nebenklage.

Als Strafverteidigerin und Pflichtverteidigerin für Sie tätig im gesamten Ruhrgebiet, insbesondere in den Städten Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hattingen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, aber auch darüber hinaus, zB. in den Städten Bonn, Düsseldorf, Kleve, Köln, Münster, Wuppertal u.a.

 

LINA ANNA SCHUSTER

Rechtsanwältin.

Fachanwältin für Strafrecht

Hufelandstraße 1, 45147 Essen

 

Bürozeiten

Mo-Do. 10:00 Uhr bis 13.00 Uhr und

14:00 Uhr bis 17.00 Uhr

Fr. 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

 

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0201 / 55 87 43 45

M 0176 / 64 97 75 02

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© Lina Anna Schuster Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht